Willkommen in unseren Workshops


Wir streben eine Welt an, in der sich Menschen mit ihrer Fähigkeit global zu denken und zu fühlen selbstbewusst und selbstwirksam an der Globalisierung beteiligen. Dieses Selbstbewusstsein beruht auf der persönlichen Drittkultur, die diese Menschen mit Hilfe einer Ausbildung zum Erleben des Gefühls des Kulturschocks entwickelt haben. In unseren Workshops erleben und entwickeln Sie die Schlüsselkompetenzen, die Sie als Weltbürger benötigen. Ein globalisierter Geist für eine globalisierte Welt. 

Einleitung


Die Globalisierung von Wirtschaft, Finanzen, Tourismus, Ernährung, Bekleidung, Hoch- und Tiefbau, Ingenieurwesen und Wissenschaft ist vollzogen. Die Globalisierung des Menschen hat jedoch gerade erst begonnen. Die mit ihr verbundenen Herausforderungen (Migration, Integration und kulturelle Diversität) sind sehr komplex, wenn wir versuchen sie einzeln anzugehen. Sie haben jedoch alle Eines gemeinsam: das Gefühl des Kulturschocks, das so leicht auftreten kann, dass wir es fast nicht bemerken oder so stark, dass es uns Angst macht. Es gibt jedoch Menschen, die eine Drittkultur entwickelt haben und dadurch in der Lage sind, das Gefühl des Kulturschocks zu genießen, während Menschen, die die Gelegenheit zur Entwicklung einer Drittkultur nicht gehabt haben mit Hilflosigkeit, Angst und manchmal sogar mit Wut reagieren. Daraus ergibt sich, dass Menschen mit Drittkultur sich aktiv an der Globalisierung beteiligen können, während andere sich ausgeschlossen fühlen (Int. Journal of Intercultural Relations 45 (2015):56-69).

Kulturschock

Ein Kulturschock ist das unangenehme, beängstigende Gefühl, dass Menschen erleben, wenn ihr Sozialverhalten in einer fremden Umgebung zu versagen droht. Die meisten unserer sozialen Fähigkeiten erlernen wir in unserer Kindheit. Je früher wir sie erlernen, desto tiefer stecken sie in uns.

 

Menschen sind soziale Wesen und deshalb verlassen wir uns auf unsere sozialen Fähigkeiten, um Aggressionen zu hemmen, und Zuneigung und Vertrauen zu einander ausdrücken zu können. Wenn unsere sozialen Fähigkeiten versagen, verlieren wir die innige Beziehung zu unseren Mitmenschen und erleben einen psychischen Stress – den Kulturschock.

 

Das Gefühl des Kulturschocks erleben die meisten von uns mehrmals täglich, ohne dass wir uns dessen bewusst sind, denn wir sind nicht darauf sensibilisiert worden, den Kulturschock wahrzunehmen. Dadurch ist der Kulturschock zu einem wichtigen Stressfaktor in unserem täglichen Leben geworden, ohne dass wir uns dagegen wehren können.

  

Obwohl der Kulturschock eine ganz normale Reaktion ist, hat die fehlende Fähigkeit mit ihm umzugehen, einen negativen Einfluss auf unsere psychische und physische Gesundheit. IDRG hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Menschen die Gelegenheit zu geben, den Kulturschock zu verstehen und wahrzunehmen, und ihn zu überwinden, in dem wir wissenschaftliche Fakten mit persönlicher Erfahrung verbinden.

Drittkultur

Eine Drittkultur ist die ganz persönliche Mischung aus Verhaltensweisen, Werten und Überzeugungen, die ein Mensch entwickelt, der langfristig in mehr als einer Kultur lebt und seine Erfahrungen aus dieser Zeit positiv empfindet (Int. Journal of Intercultural Relations 35 (2011): 686-694). Schätzungen zufolge hat bereits die Hälfte der Menschheit mit der Entwicklung einer solchen Drittkultur begonnen und ist gut darauf vorbereitet sich aktiv am Leben in der globalisierten Welt zu beteiligen.

 

IDRG hilft Ihnen die Fähigkeiten der Drittkulturen zu entwickeln – in Ihrer eigenen Geschwindigkeit, in einer sicheren Umgebung und in einer Sprache, in der Sie sich wohl fühlen.

Die Entwicklung einer Drittkultur

Menschen, die in mehr als einer Kultur groß geworden sind (Third Culture Kids), haben eine persönliche Mischung aus kulturellen Eigenschaften entwickelt, in dem sie die Werte übernommen haben, mit denen sie sich wohlgefühlt haben. Im Gegensatz zu früheren Befürchtungen sind sie nicht entwurzelt und einsam, sondern fühlen sich anderen Menschen mit Drittkultur sehr nahe und sind in idealer Weise auf die Globalisierung vorbereitet. (Int. Journal of Intercultural relations 36(2012):553-562)

 

Auch als Erwachsene können wir noch die Fähigkeiten der Drittkulturen entwickeln, in dem wir lernen wie sich ein Kulturschock anfühlt und üben damit umzugehen. Durch die Entwicklung dieser Fähigkeiten bereiten wir uns vor auf Migration und Integration, auf das Leben in einer diversen und multikulturellen Gesellschaft, wir reduzieren unser Stressniveau, werden ganz allgemein krisenresistenter und bewahren trotzdem unsere Identität.

Unsere Kurse


Wir beginnen unsere Kurse mit einer kurzen Einführung des heutigen Wissensstands zum Thema ‚Kulturschock’. Der Hauptteil des Kurses besteht aus dem Erleben von Ereignissen aus dem täglichen Leben und aus Abenteuern in anderen Kulturen. Dabei helfen wir Ihnen das Gefühl des ‚Kulturschocks’ wahrzunehmen und es zu überwinden, so dass Sie Ihren eigenen Weg entwickeln, mit dem Sie kulturelle Vielfalt mit Freude genießen können. Letztlich werden Sie Ihre Sorge über mögliche Geschehnisse mit Spaß und dem Wunsch nach mehr, ersetzt haben.

 

Wir verwenden Geschichten über tatsächliche Begebenheiten in anderen Kulturen, die Sie als Gruppe versuchen werden zu verstehen. Sobald sich die Gruppe auf ein gemeinsames Verständnis geeinigt hat, versucht sie gemeinsam eine Lösung für die Problematik in der Geschichte zu finden. Diese Lösung gilt es dann den anderen Gruppen zu vermitteln. Erfahren Sie mehr über unsere Kurse.

Geschichten

Die Geschichten, die wir in unseren Kursen bearbeiten, handeln von Erlebnissen des täglichen Lebens wie z.B. Ernährung, Gesundheit, Transport, Kommunikation, Beziehungen, Ausbildung, Beruf, Sicherheit, Finanzen, Politik und Kunst.

 

Alle Geschichten sind einem bestimmten Schwierigkeitsgrad zugeordnet und sind so beschrieben, dass Sie sie verstehen können und erfolgreich Lösungsmöglichkeiten für die verschiedenen Probleme entwickeln können. In unseren Kursen verwenden wir Geschichten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. 

Unser Angebot

Unsere eintägigen Workshops bieten Ihnen die Gelegenheit das tägliche Leben in anderen Kulturen zu erleben, Herausforderungen zu überwinden, Probleme in einem ungewohnten sozialen Umfeld zu lösen und die Fähigkeiten zu entwickeln, die wir brauchen, um global denken und fühlen zu können. Diese Kurse sind in 5 Schwierigkeitsgrade aufgeteilt (1-5).

 

Wir bieten Ihnen die Gelegenheit das intellektuelle und emotionale Verstehen des Gefühls des ‚Kulturschock’ kennenzulernen und zahlreiche Gelegenheiten dieses Gefühl zu üben. Unser Werkzeug sind Geschichten aus dem täglichen Leben anderer Kulturen unter normalen und unter krisenartigen Bedingungen verbunden mit Spaß, Verstädnis und Ermutigung.

 

Für Interessenten, die sich zunächst einen Eindruck von dieser Art der Ausbildung  machen wollen, bieten wir ein zweistündiges Event, bei dem wir Ihnen das intellektuelle und emotionale Verstehen des Gefühls des ‚Kulturschocks’ vermitteln. So können Sie die damit verbundenen Gefühle erleben und dann entscheiden ob Sie zu einem gesteigerten Training bereit sind.

 

Bevor Sie sich für das ‚Kulturschocktraining’ entscheiden, können Sie bei uns außerdem eine kurze Selbstbewertung durchführen, die es Ihnen erlaubt die Stärke Ihrer persönlichen Drittkultur zu testen. Durch unseren Fragebogen können Sie Ihre momentanen Fähigkeiten und Ihr Potential zur Drittkultur selbst auswerten.

Unsere Erfahrung


1. Armee

Seit die UNO begonnen hat Truppen auf Friedenmissionen zu schicken, hat es wiederholt Situationen gegeben, in denen die Blauhelme zur Bedrohung der lokalen Bevölkerung wurden, die sie eigentlich schützen sollten. 1994 wurden kanadische Soldaten vor Gericht gestellt, weil sie 1993 in Somalia einen Jugendlichen misshandelt und getötet hatten. Wichtiger als diese juristische Konsequenz war jedoch die Entscheidung der kanadischen Armee ihren Soldaten in Zukunft eine Ausbildung im Umgang mit dem Gefühl des Kulturschocks zu geben, so dass sie im Einsatz ihre moralischen und sozialen Werte aufrecht erhalten können. 1995 entwickelten wir daher für die kanadische Armee einen 3-wöchigen Kurs, basierend auf unserer eigenen Ausbildung und Erfahrung.


2. Lehrer

Vor ca. 20 Jahren wurde den Verantwortlichen des Erziehungssystems klar, dass es ihre Aufgabe sein würde Schüler, Auszubildende und Studenten auf das Leben in einer globalisierten Welt vorzubereiten. Das bedeutete, dass Geographie, Geschichtsunterricht und Sozialkunde umgebaut werden mussten, um Kulturstudien mit einzugliedern. Für Lehrer, die noch nie im Ausland gelebt und gearbeitet hatten, war diese Aufgabe unzumutbar. Der Anteil ihrer Schüler mit einem TCK-Hintergrund nahm ständig zu. Andere würden später  ins Ausland gehen und dort zu TCA werden, während sie, die Lehrer, kaum jemals ihr Heimatland verlassen würden, es sei denn als Touristen. Lehrer und ihre Vorgesetzten in Kanada beschlossen daher ihre eigene Entwicklung zum TCA mit unserem 1- oder 2-tägigen Kurs zum Thema Kulturschock zu beginnen.


3. Leben und Arbeiten im Ausland

Viele internationale Projekte, Geschäftsbeziehungen und diplomatische Aktivitäten sind fehlgeschlagen, nicht weil der Wille zum Erfolg nicht da war, sondern weil die betreffenden Leute wegen mangelnder TCI-Fähigkeiten ihrer Aufgabe nicht gerecht wurden. Wenn es uns nicht gelingt soziale Bindungen zu entwickeln, fühlen wir uns bedroht. Daher ist es wichtig, dass wir es schaffen uns in jeder Kultur selbstwirksam einzusetzen. Für Menschen, die beabsichtigen im Ausland zu leben und zu arbeiten, bedeutet dies, dass sie mit der Entwicklung ihrer persönlichen Drittkultur vor der Abreise anfangen. Dazu haben wir 1- und 2- tägige Kurse in Museen gehalten, die diese extra zu diesem Zweck organisierten.

4. Allgemeine Öffentlichkeit

Heutzutage sind die Menschen nicht nur international in sozialen Netzwerken unterwegs sondern arbeiten auch lokal in multikulturellen Gruppen mit gemeinsamen Zielen. Wenn diese Ziele von globalem Interesse sind, merken diese Menschen oft, dass es nötig ist global denken und fühlen zu können bevor man lokal handeln kann. Für unsere 1-tägigen Kurse, mit denen wir uns an lokale Gruppen wenden, wählen wir Geschichten aus, mit denen wir die Ziele der betreffenden Gruppe ansprechen.

 

5. Studenten

Oberstufenschüler und Studenten reisen im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung oft ins Ausland. Um sicher zu sein, dass diese Reisen erfolgreich sind, sowohl sozial als auch akademisch, ist es wichtig, dass diese Schüler und Studenten gut auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet sind. Bücher und das Internet liefern jede Menge wichtige Informationen über Klima, Gesetze, Ernährung und Traditionen aber geben keine Gelegenheit zur persönlichen Erfahrung. Dies führt oft dazu, dass die Schüler oder Studenten ihren Aufenthalt abbrechen oder mit einer negativen Einstellung gegenüber ihrem Gastland zurückkommen. Jugendliche und junge Erwachsene können mit Hilfe unserer Kurse besser auf ihre Auslandserfahrung vorbereitet werden. Zu diesem Zweck bieten wir Kurse an, deren Inhalt besonders auf das Erleben ihrer Altersgruppe zugeschnitten ist (Journal of Personality and Social Psychology 108(5) (2015):767-783).

Blog


Wir Über Uns


Dr. Imme Gerke

Mein Name ist Imme und ich bin ein TCA (Third Culture Adult). Das bedeutet, daß ich meine Drittkultur als Erwachsene entwickelt habe. Dies geschah dadurch, dass ich in sechs verschiedenen Ländern auf drei verschiedenen Kontinenten gelebt und gearbeitet habe. Meine Ausbildung zur Bewältigung des Gefühls des Kulturschocks habe ich 1989 von der Schweizer Regierung erhalten, bevor ich in meinen Einsatz auf Madagaskar geschickt wurde. Diese Ausbildung hat es mir erlaubt den Kulturschock immer wieder als etwas Positives zu erleben. Selbst die dramatischsten Situationen wurden letztlich zu einer positiven Erfahrung und damit zu einer Bereicherung meiner Selbstwirksamkeit. Meine Ausbildung und meine Erfahrung haben mich darauf vorbereitet, mich aktiv, zukunftsorientiert, sozial und kreativ an der Globalisierung der Welt zu beteiligen.


Dr. Jacques Drolet

Mein Name ist Jacques und ich bin ein kanadischer Naturwissenschaftler, der in sechs verschiedenen Ländern auf drei verschiedenen Kontinenten gelebt und gearbeitet hat. Ich habe die Vielfalt zwischen diesen Kulturen genossen und sie haben mich enorm bereichert. Deshalb habe ich heute eine Drittkultur, die ich als Erwachsener entwickelt habe (TCA). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Austausch von Wissen selten ein Problem ist, aber dass interkulturelle Fähigkeiten oft fehlen. Deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht allen Menschen dabei zu helfen, ihre Drittkultur und die dazu gehörigen Fähigkeiten zu entwickeln. Jedes mal freue ich mich auf die Momente, in denen Kursteilnehmer in unseren Workshops den ‚Aha’-Moment erleben.


Chi Tran

Ich bin eine Verfechterin der Inklusivität durch Diversität. Die Entwicklung meiner Drittkultur hat mich zu verschiedenen Kulturen und Ideologien geführt, wodurch ich erlebt und beobachtet habe, wie schwer und wichtig es ist den Ausschluss von Minderheiten besonders klein zu halten. Das ist vermutlich der Grund, warum ich mich entschieden habe, Brücken zu bauen zwischen Mehrheiten und Minderheiten, mit der tiefen Überzeugung, dass die Zwischenräume uns allen Platz gewähren für unsere persönliche Entwicklung.


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